Thüringen
Das Bundesland Thüringen gilt als Freistaat, wie auch Bayern in Deutschland und ist ein Binnenstaat ohne Grenze zum Ausland oder zum Meer. Thüringen befindet sich geografisch gesehen im Mittelpunkt des Landes, wovon einige Orte den Anspruch erheben, der exakte Mittelpunkt der Bundesrepublik zu sein. Fest steht, dass Thüringen, wegen der großen Waldgebiete auch das grüne Herz Deutschlands genannt wird. Die Hauptstadt des Landes ist Erfurt, die auch gleichzeitig die größte Stadt im Bundesland ist. Gegründet wurde Thüringen im Jahre 1990 nach der Wiedervereinigung Deutschlands aus den ehemaligen Bezirken der DDr, Suhl, Gera und Erfurt und einigen Gebieten daneben. Das Bundesland besteht aus sechs kreisfreien Städten und 17 Landkreisen. Die angrenzenden Bundesländer sind Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Hessen und Bayern. Der Freistaat Thüringen ist einer der neuen Bundesländer, der wirtschaftlich gesehen, recht gut da steht. Nicht zuletzt durch Forschungszentren in Städten wie Jena, die auch sehr stark in der Bildung vertreten sind. Einige Städte in Thüringen sind bekannt für ihre Kultur, so wie Weimar und Wartburg. Von großem historischen Wert für das Bundesland und für ganz Deutschland ist zum Beispiel Erfuhrt, mit so berühmten historischen Stätten wie die Krämerbrücke und dem Erfurter Dom.
In Thüringen gibt es einige für die ganze Bundesrepublik Deutschlad sehr wichtige Naturschutzgebiete, es sind die Naturparks Eichsfeld Hainich Werratal, der Kyffhäuser, das Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale und der Thüringer Wald, aber auch der Nationalpark Hainich und die Biosphärenreservate Vessertal-Thüringer Wald und die Rhön. Hier kann die einzigartige Naturlandschaft der Region und viele Tierarten, allein im Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald leben 231 Wirbeltier-Arten und 2291 Arten wirbelloser Tiere. In diesem Biosphärenreservat in Thüringen sind auch viele Pflanzenarten heimisch, die auf der Roten Liste stehen, die vom Bundesamt für Naturschutz gelistet wurden, darunter die die Sumpf-Fetthenne, die Rosmarinheide, die Grüne Hohlzunge, das Holunder-Knabenkraut und das Wiesen-Leinblatt. Auch ein gutes Beispiel für die Wichtigkeit dieser Naturschutzgebiete ist im Nationalpark Hainich die Population des Luchses, der jetzt wieder durch den Harz streift, aber auch die Wildkatze, die dort heimisch ist und im Nationalpark ein Refugium gefunden hat. In allen Thüringer Naturschutzgebieten sind Vogelarten heimisch, die sonst selten wurden, so auch das Birkhuhn, der Schwarzstorch und der Wachtelkönig.
Im Jahre 2007 fand in Gera und Ronneburg die Bundesgartenschau statt, dafür wurde der alte Uran-Tagebau in Ronneburg komplett versiegelt und saniert, dort steht jetzt die neu entstandene Landschaft Ronneburg. Überhaupt leidet das Bundesland noch heute stark unter den Umweltsünden der Vergangenheit. In den Jahren zwischen 1850 und 1990 bedingt durch die Industrialisierung und der nicht gerade Naturfreundlichen Ausbeute des Landes durch die DDR, wurden viele Teile Thüringes stark geschädigt, so dass viele Tierarten darunter leiden mussten, auch domestizierte Arten wie das Rhönschaf und die Thüringer Waldziege. Glücklicherweise sind einige der größeren Schäden, die durch den damaligen Umweltsünden entstanden sind, zum Teil gemildert worden. Die Gewässer konnten teilweise von ihren Belastungen beinahe völlig befreit werden, die Luftverschmutzung hat abgenommen. Dies ist mit der Werra leider noch nicht geglückt, denn die durch den Kali-Abbau entstandene Versalzung des Flusses ist noch immer sehr hoch, hat jedoch seit den Zeiten der DDR stark abgenommen.